Einleitung
Der Terminmarkt unterliegt standardisierten Regeln, die sich erheblich von denen des Devisen- oder CFD-Handels unterscheiden. In dieser von Chris Lewis geleiteten Lektion wird die „Fachsprache“ des Terminhandels entschlüsselt und erläutert, wie Kursbewegungen gemessen werden und wie die Börse durch die tägliche Abrechnung einen fairen und effizienten Markt gewährleistet. Für einen professionellen Trader bei Hola Prime geht es beim Verständnis dieser Konzepte nicht nur um Vokabeln, sondern darum, die mathematische Realität des eigenen Risikos und die Handelszeiten der globalen Börsen zu kennen.
Der Abrechnungszeitraum und die Marktbewertung
Eines der auffälligsten Merkmale von Terminkontrakten ist die tägliche Handelsunterbrechung. Jeden Tag um 16:00 Uhr Chicagoer Zeit (17:00 Uhr New Yorker Zeit) werden die Märkte für eine Stunde unterbrochen. Dies ist die Abrechnungsphase. Während dieser Stunde führt die Börse eine Marktbewertung durch und gleicht die Orders ab, um festzustellen, wer wem etwas schuldet. Dieser Vorgang stellt sicher, dass Privatanleger ihr Kreditlimit nicht überschreiten können; sollte ein Konto „ausgeblutet“ sein, wird dies in diesem Zeitfenster abgerechnet. Aus diesem Grund sehen Sie, dass sich die Charts jeden Tag für 60 Minuten nicht mehr bewegen – die Börse gleicht in dieser Zeit die globalen Konten aus.
Lieferung gegen Ware vs. Barausgleich
Während Futures ursprünglich auf der physischen Lieferung von Waren beruhten (wie beispielsweise die Anlieferung von Ölfässern in Cushing, Oklahoma), handeln die meisten modernen Händler ausschließlich mit Barausgleich. Das bedeutet, dass bei Ablauf des Kontrakts der Gewinn oder Verlust einfach in bar Ihrem Konto gutgeschrieben oder belastet wird, anstatt dass Sie 5.000 Scheffel Mais oder 1.000 Barrel Öl in Empfang nehmen müssen.
Tick-Größe, Tick-Wert und Punktwert
Bei Terminkontrakten spricht man nicht von „Pips“, sondern von Ticks. Ein Tick ist die kleinste mögliche Kursänderung, um die sich der Kurs eines Finanzinstruments bewegen kann.
- Tick-Größe: Die minimale Kursschwankung (z. B. 0,25 Punkte beim S&P 500).
- Tick-Wert: Der pro Tick gewonnene oder verlorene Dollarbetrag (z. B. 12,50 $ beim E-mini S&P 500).
- Punktwert: Der Gesamtwert in Dollar einer vollständigen Bewegung um 1,00 Punkt. Beim Russell 2000 beträgt ein Tick beispielsweise 0,10 Punkte und hat einen Wert von 5,00 $. Das Verständnis dieser Werte ist von entscheidender Bedeutung, da „Micro“-Kontrakte genau ein Zehntel der Größe von „E-Mini“-Kontrakten haben, was eine wesentlich präzisere Risikokontrolle ermöglicht.
Margin und Hebelwirkung: Institutionelle Standards
Die Hebelwirkung bei Terminkontrakten wird von der Börse (CME) festgelegt, nicht von Hola Prime. Die Margin ist der Kapitalbetrag, den Sie auf Ihrem Konto vorhalten müssen, um einen Kontrakt zu halten. Sollte ein Markt extrem volatil werden oder „zusammenbrechen“, kann die Börse die Margin-Anforderungen plötzlich erhöhen, um eine Finanzkrise zu verhindern. Es liegt in Ihrer Verantwortung, auf der Website der CME Group die aktuellen Margin-Anforderungen für die von Ihnen gehandelten Vermögenswerte, wie beispielsweise Silber oder Kupfer, zu verfolgen.
Kursgrenzen und Circuit Breaker
Um einen vollständigen Zusammenbruch des Marktes zu verhindern, wenden Terminbörsen Kursbegrenzungen an. Fällt ein Markt um einen bestimmten Prozentsatz (z. B. 7 % an einem einzigen Tag), werden „Circuit Breaker“ ausgelöst, und der Handel wird entweder für 15 Minuten unterbrochen oder für den gesamten Tag eingestellt. Sie müssen sich dieser Limits bewusst sein, um zu vermeiden, dass Sie in eine „Limit-Down“- oder „Limit-Up“-Situation geraten, in der Sie in einer Position festsitzen und diese nicht mehr schließen können, weil die Börse den Handel ausgesetzt hat.







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