Einleitung
Einer der größten Fehler, den Privatanleger begehen, ist die Annahme, dass die Leitzinsen der Zentralbanken (wie beispielsweise die der Federal Reserve) die einzigen Zinssätze sind, die von Bedeutung sind. In Wirklichkeit bestimmt der Anleihemarkt die tatsächlichen täglichen Marktzinsen, und diese Renditen sind die wahren Treiber der Währungsstärke. Geld fließt naturgemäß dorthin, wo es am besten behandelt wird – das heißt, Anleger suchen nach Ländern, die die höchsten Renditen bieten. In dieser Lektion wird erläutert, wie man Anleiherenditen beobachtet, um das „Rätsel“ der Kursrichtung am Devisenmarkt zu lösen.
Der Anleihemarkt im Vergleich zu den Zentralbankzinsen
Zwar legt eine Zentralbank möglicherweise einen Leitzins fest (z. B. 4,25 %), doch schwankt der marktbestimmte Zinssatz am Anleihemarkt ständig.
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Marktrevolte: Selbst wenn eine Zentralbank die Zinsen senkt, kann es zu einer „Revolte“ am Anleihemarkt kommen, die zu steigenden Renditen führt, wenn die Anleger mit künftiger Inflation oder Risiken rechnen.
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Echtzeitdaten: Da an den Anleihemärkten den ganzen Tag über gehandelt wird, liefern sie einen aktuelleren und aussagekräftigeren Indikator für den Währungswert als die nur selten stattfindenden Sitzungen der Zentralbanken.
Wie höhere Renditen globales Kapital anziehen
Der Devisenmarkt wird stark von internationalen Kapitalströmen beeinflusst, die auf der Suche nach den besten Renditen sind.
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Investorenlogik: Wenn ein japanischer Investor feststellt, dass die US-Zinsen um 4 % über den Zinsen in Japan liegen, wird er sein Kapital wahrscheinlich in die USA investieren.
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Währungsnachfrage: Um US-Anleihen zu kaufen, muss der Anleger zunächst US-Dollar erwerben. Diese massive Nachfrage nach der Währung treibt deren Kurs gegenüber dem japanischen Yen in die Höhe.
Positive Korrelation: Anleiherenditen und Währungsindizes
Es besteht eine starke positive Korrelation zwischen den Anleiherenditen eines Landes und der allgemeinen Stärke seiner Währung.
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Beispiel aus den USA: Als die Rendite 10-jähriger US-Anleihen von 3,67 % auf 4,26 % stieg, legte der US-Dollar-Index (DXY) gleichzeitig von 100 auf 104 zu.
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Stärke messen: Sie können „Währungsindizes“ (wie den DXY, den EXY für den Euro oder den BXY für das Pfund) auf Plattformen wie TradingView nutzen, um zu sehen, wie sich die Renditen auf die Gesamtleistung der Währung im Vergleich zu einem Korb von Referenzwährungen auswirken.
Ermittlung der Ertragseinflüsse
Jede wichtige Währung ist an ihren jeweiligen Anleihemarkt gekoppelt:
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US-Dollar: Wird in erster Linie von der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen beeinflusst .
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Euro: Wird stark von der Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen und in zweiter Linie von den französischen Renditen beeinflusst.
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Britisches Pfund: Beeinflusst vom britischen Anleihemarkt, insbesondere von den Gilts.
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Rohstoffwährungen: Auch Kanada, Australien und Neuseeland verfügen über aktive Anleihemärkte, die die täglichen Kursschwankungen ihrer jeweiligen Währungen bestimmen.
Prognose von Währungspaaren anhand von Renditeabständen
Am effektivsten lassen sich diese Informationen nutzen, indem man die Erträge zweier verschiedener Länder miteinander vergleicht.
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Renditedifferenzen: Wenn die Renditen in Land A steigen, während die Renditen in Land B sinken, wird Währung A gegenüber Währung B in der Regel an Wert gewinnen.
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Das Gesamtbild: Zwar sind die Renditen ein entscheidender „Puzzleteil“, doch müssen Sie auch externe Faktoren wie geopolitische Entwicklungen oder globale Konjunkturabschwächungen berücksichtigen, die diese Zusammenhänge gelegentlich stören können.
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Langfristiger Nutzen: Sowohl langfristig als auch im Tagesgeschäft bleibt es eine der zuverlässigsten fundamentalen Strategien im Devisenhandel, dem Geld in Richtung höherer Renditen zu folgen.








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