Einleitung
In der technischen Analyse gibt die Kursentwicklung nicht immer Aufschluss über das gesamte Bild. Manchmal erreicht der Kurs zwar immer neue Höchst- oder Tiefststände, doch die zugrunde liegende Dynamik lässt bereits nach. Dieses Phänomen wird als Divergenz bezeichnet. Es dient als deutliches Warnsignal dafür, dass ein Markttrend möglicherweise an Schwung verliert und sich eine Trendwende anbahnt. In dieser Lektion erfahren Sie, wie Sie mithilfe von Oszillatoren erkennen können, wann der Kurs „lügt“, und wie Sie diese Erkenntnis in Ihr Handelssystem integrieren können.
Was ist Divergenz?
Eine Divergenz liegt vor, wenn sich der Kurs eines Vermögenswerts in eine Richtung bewegt, während sich ein Momentum-Indikator in die entgegengesetzte Richtung bewegt.
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Das Signal: Es deutet darauf hin, dass der aktuelle Trend an Schwung verliert und sich der Markt möglicherweise auf eine Trendwende vorbereitet.
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Kontext: Es eignet sich am besten als Ergänzung zu anderen Instrumenten wie Kerzenmustern oder Zickzackmustern.
Wichtige Indikatoren zur Erkennung von Divergenzen
Trader nutzen in erster Linie Oszillatoren, um diese Diskrepanzen zu erkennen. Die beiden gängigsten Instrumente sind:
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Relative-Stärke-Index (RSI): Misst die Geschwindigkeit und die Veränderung von Kursbewegungen.
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Moving Average Convergence Divergence (MACD): Insbesondere das Histogramm, das die Differenz zwischen Momentum und Kurs veranschaulicht.
Beispiele für bärische und bullische Divergenzen
Das Video zeigt Beispiele aus der Praxis für verschiedene Währungspaare:
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Bärische Divergenz (Australischer Dollar): Im November 2023 stieg der Kurs des australischen Dollars stark an und erreichte neue Höchststände nahe 0,69, während der RSI deutlich schwächer war und nach unten tendierte. Dies deutete auf einen Verlust an Trendstärke hin, was schließlich zu einem Kursrückgang führte.
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Bullische Divergenz (USD/CHF): Auf dem Tages-Chart stieg das MACD-Histogramm an, während der US-Dollar gegenüber dem Schweizer Franken nachgab. Dies deutete darauf hin, dass sich die Abwärtsdynamik erschöpfte, was die Voraussetzungen für eine mögliche Aufwärtsbewegung schuf.
Handelsstrategie: Von hohen zu niedrigen Zeitrahmen
Die Divergenz funktioniert in allen Zeitrahmen, vom 15-Minuten-Chart bis zum Tages-Chart.
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Die allgemeine Regel: Suchen Sie in einem höheren Zeitrahmen nach einer Divergenz, um ein potenzielles Setup zu identifizieren, und schauen Sie dann in einem kürzeren Zeitrahmen nach Ihrem konkreten Einstiegspunkt.
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Geduld: Eine Divergenz ist nichts, womit man sofort handelt; sie ist ein Signal dafür, dass sich ein Handelsszenario entwickelt.
Divergenz als Bestätigungsfilter
Divergenz ist genauso nützlich, wenn sie nicht vorliegt:
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Trendbestätigung: Wenn der Kurs steigt und sich der Momentum-Indikator ebenfalls deutlich in dieselbe Richtung bewegt, liegt keine Divergenz vor.
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Gestärktes Vertrauen: Das Fehlen von Divergenzen kann das Vertrauen eines Traders stärken, am aktuellen Trend festzuhalten – beispielsweise wenn der Kurs von einem Fibonacci-Retracement-Niveau abprallt, während das Momentum positiv bleibt.








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