Einleitung
Der gleitende Durchschnitt ist einer der grundlegendsten Indikatoren, die von technischen Anlegern weltweit genutzt werden. Obwohl er einfach zu verstehen ist – er stellt den Durchschnittskurs eines Wertpapiers über eine bestimmte Anzahl von Kerzen dar –, begehen viele Anleger den Fehler, nach „geheimen Zahlen“ zu suchen oder eine punktgenaue Genauigkeit zu erwarten. In dieser Lektion wird erläutert, wie man gleitende Durchschnitte als Orientierungshilfen für das Momentum und die Trendrichtung nutzt, anstatt sie als exakte Einstiegspunkte zu betrachten.
Was ist ein gleitender Durchschnitt?
Ein gleitender Durchschnitt berechnet den Durchschnittspreis eines Wertpapiers über eine bestimmte Anzahl von Perioden (Kerzen) und hilft Händlern dabei, Trends und potenzielle Kauf- oder Verkaufssignale zu erkennen.
Arten von gleitenden Durchschnitten
- Einfacher gleitender Durchschnitt (SMA): Wird berechnet, indem der Durchschnitt der Schlusskurse über eine festgelegte Anzahl von Perioden ermittelt wird.
- Exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA): Er gewichtet die jüngsten Kurse stärker, wodurch er besser auf aktuelle Marktbewegungen reagiert.
Trends mit gleitenden Durchschnitten erkennen
Gleitende Durchschnitte helfen dabei, die Richtung des Marktes zu bestimmen: Ein Aufwärtstrend deutet auf einen bullischen Markt hin, während ein Abwärtstrend auf bärische Bedingungen hindeutet.
- Steigende und fallende Durchschnittswerte: Ein steigender Durchschnittswert signalisiert Aufwärtsdynamik, während ein fallender Durchschnittswert Verkaufsdruck anzeigt.
- Verwendung mehrerer gleitender Durchschnitte: Trader kombinieren häufig kurzfristige und langfristige gleitende Durchschnitte, um Trends zu bestätigen und Kauf- bzw. Verkaufssignale zu generieren.
Wichtige Konstellationen bei gleitenden Durchschnitten
- Der 50- und der 200-EMA: Werden üblicherweise zur Ermittlung mittelfristiger bzw. langfristiger Trends verwendet.
- Goldenes Kreuz & Todeskreuz: Das Goldene Kreuz entsteht, wenn ein kurzfristiger Durchschnitt einen langfristigen Durchschnitt nach oben kreuzt, was auf einen Aufwärtstrend hindeutet; das Todeskreuz deutet auf einen möglichen Abwärtstrend hin.
Einsatz von gleitenden Durchschnitten in verschiedenen Märkten
Gleitende Durchschnitte sind in Trendmärkten effektiv, können jedoch in Seitwärtsmärkten hinter der Entwicklung zurückbleiben. Im Devisenhandel beispielsweise verwenden Händler häufig EMA für wichtige Währungspaare, während im Rohstoffhandel mehrere gleitende Durchschnitte längerfristige Trends bestätigen können.
Häufige Fehler, die Trader begehen
Viele Trader verlassen sich fälschlicherweise auf gleitende Durchschnitte, um perfekte Ein- und Ausstiegspunkte zu finden. Es ist entscheidend, diese mit anderen Analysewerkzeugen wie Kerzenmustern und Unterstützungs- und Widerstandsniveaus zu kombinieren.
Anwendung von gleitenden Durchschnitten in MetaTrader
Um gleitende Durchschnitte in MetaTrader anzuwenden, fügen Sie den Indikator ein, wählen Sie den Typ (SMA oder EMA) aus und legen Sie den gewünschten Zeitraum fest. Überlagern Sie mehrere gleitende Durchschnitte, um Kurstrends und mögliche Trendwenden zu beobachten.
Gleitende Durchschnitte sind unverzichtbare Instrumente im Handel und liefern Einblicke in Trends und Chancen. Sie entfalten ihre Wirkung jedoch am besten, wenn sie in Verbindung mit anderen Methoden der technischen Analyse eingesetzt werden. Seien Sie gespannt auf weitere Inhalte, mit denen Sie Ihre Handelsfähigkeiten verbessern können!








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