Einleitung
Erfolgreiches Trading setzt voraus, dass man das „Warum“ hinter den Marktbewegungen versteht und sich nicht nur auf das Lesen von Kerzendiagrammen beschränkt. Während die technische Analyse das „Wo“ eines Trades liefert, geben fundamentale Faktoren die „Richtung“ vor. In dieser Lektion wird der enge Zusammenhang zwischen den US-Zinsen, dem US-Dollar und den Metallmärkten (Gold und Silber) beleuchtet und ein visuelles Rahmenkonzept zur Vorhersage potenzieller Trendwenden vorgestellt.
Fundamentalanalyse vs. Technische Analyse
Der Markt wird nicht nur von Kursverläufen bestimmt; große Unternehmen investieren Millionen in die Forschung, um die zugrunde liegenden Faktoren zu verstehen.
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Der hybride Ansatz: Suchen Sie nach einem fundamentalen Grund für eine Kursbewegung (z. B. ein geopolitisches Ereignis oder eine Zinsänderung) und finden Sie anschließend ein technisches Handelssignal, das damit übereinstimmt.
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Übereinstimmung: Wenn sowohl die fundamentale Analyse als auch die technische Konstellation in dieselbe Richtung weisen, steigt die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Handels.
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen und der US-Dollar
Ein wesentlicher Einflussfaktor für den US-Dollar ist die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen (Symbol: US10Y).
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Positive Korrelation: Im Allgemeinen steigt der US-Dollar-Index (DXY) ebenfalls an, wenn die Rendite 10-jähriger Anleihen steigt.
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Der Grund: Bei höheren Zinsen können Anleger mit US-Anleihen höhere Renditen erzielen, was eine natürliche Nachfrage nach dem Dollar erzeugt.
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Visuelle Orientierungshilfe: Auch wenn es sich nicht um eine „Tick-für-Tick“-Verfolgung handelt, liefert die Beobachtung der US10Y einen aussagekräftigen Hinweis auf die allgemeine Richtung des US-Dollars.
Die negative Korrelation: Renditen vs. Edelmetalle
Gold und Silber weisen in der Regel eine negative Korrelation mit den US-Renditen und dem Dollar auf.
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Halte-Kosten: Das Halten von physischem Gold bringt keine Zinsen ein und verursacht Lagergebühren.
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Der Zielkonflikt: Wenn die Renditen steigen, ziehen große Fonds US-Staatsanleihen (die Zinsen zahlen) gegenüber Gold vor. Wenn die Renditen fallen, wird Gold attraktiver und verzeichnet oft einen „parabolischen“ Anstieg.
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Historisches Beispiel: Zwischen August und Oktober 2022 gingen steigende Renditen für 10-jährige Anleihen mit fallenden Goldpreisen einher.
Gold vs. Silber: Die wichtigsten Unterschiede
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass sich Gold und Silber identisch entwickeln.
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Industrieller vs. monetärer Wert: Silber hat oft einen größeren industriellen Nutzen und kann deutlich stärkeren Kursschwankungen unterliegen als Gold.
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Volatilität: Silber unterliegt tendenziell stärkeren Schwankungen. Als beispielsweise die Renditen stiegen, brach der Silberpreis auf rund 18,25 US-Dollar ein, bevor er wieder in die Höhe schoss, als die Renditen schließlich wieder sanken.
Ausnahmen: Handel in Zeiten von Marktpanik
Es kommt nur selten vor, dass sowohl der US-Dollar als auch der Goldpreis gleichzeitig steigen.
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Flucht in sichere Anlagen: In Zeiten extremer geopolitischer Risiken oder Panik (z. B. am 11. September 2001) flüchten Anleger aus Sicherheitsgründen sowohl in den US-Dollar als auch in Gold.
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Fear Factor: In solchen Szenarien bricht die übliche negative Korrelation zusammen, da „niemand weiß, was passieren wird“, was zu einer allgemeinen Flucht in sichere Anlagen führt.
Die Intermarktanalyse als Orientierungshilfe
Sie können die Werte eines Vermögenswerts heranziehen, um Entscheidungen über einen anderen zu treffen.
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Unterstützung und Widerstand: Befindet sich der US-Dollar-Index (DXY) an einer wichtigen technischen Unterstützungsmarke (wie beispielsweise der 100er-Marke), könnte eine Erholung des Dollars einen Rückgang des Goldpreises signalisieren.
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Gewinnmitnahme: Wenn Sie Gold besitzen und beobachten, dass sich der Dollar einer starken Unterstützungsmarke nähert, könnte dies ein technisches Signal für eine Gewinnmitnahme sein.








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