Einleitung
Doppelte Hochs und doppelte Tiefs sind klassische Chartmuster, von denen jeder technische Trader schon einmal gehört hat, doch vielen fällt es schwer, sie gewinnbringend zu handeln. Ein häufiger Fehler ist es, eine Position einzugehen, nur weil ein Niveau zweimal getestet wurde. Professionelle Trader benötigen mehrere Gründe, um eine Position einzugehen, und kombinieren diese Muster mit Momentum-Indikatoren und Trendanalysen, um die Chancen zu ihren Gunsten zu wenden. In dieser Lektion wird erklärt, wie man diese „M“- und „W“-Muster erkennt und wie man sie in verschiedenen Zeitrahmen systematisch umsetzt.
Doppelte Hochs und Tiefs verstehen
Diese Muster stehen für den erfolglosen Versuch des Marktes, ein bedeutendes psychologisches oder technisches Niveau zu durchbrechen.
-
Doppel-Top: Ein Versuch, ein Hoch zu durchbrechen, ein Rückzug und anschließend ein zweiter gescheiterter Versuch bei fast genau demselben Kurs.
-
Doppelter Boden: Ein Versuch, ein Tief zu durchbrechen, eine Erholung und ein zweiter erfolgloser Versuch, den Kurs weiter nach unten zu drücken.
-
Die „Kunst“ der Genauigkeit: Auch wenn die Kursstände im Idealfall exakt sein sollten, gilt in realen Märkten wie dem AUD/CHF eine Abweichung von etwa 10 Pips immer noch als gültig für ein Double-Top, insbesondere im Bereich einer „runden Zahl“ wie 0,61.
Die „M“- und „W“-Muster erkennen
Die Darstellung dieser Muster als Buchstaben kann dabei helfen, die Einstiegssignale zu verdeutlichen:
-
M-Muster (Double Top): Es sieht aus wie der Buchstabe M. Der Mittelpunkt des M stellt einen „Swing-Tiefpunkt“ nach dem ersten Höchststand dar.
-
W-Muster (Doppelboden): Es sieht aus wie der Buchstabe W. Der mittlere Punkt stellt ein „Swing-Hoch“ nach dem ersten Abprall dar.
Einstiegskriterien: Ausbrüche und Momentum
Ein Profi steigt nicht ein, sobald sich der zweite Höchst- oder Tiefststand bildet. Stattdessen wartet er ab, bis der Markt die Trendwende bestätigt:
-
Bestätigung: Das eigentliche Einstiegssignal tritt ein, wenn der Kurs die „Neckline“ (den mittleren Rückzugspunkt) des M nach unten durchbricht oder die Neckline des W nach oben durchbricht.
-
Momentum-Filter: Verwenden Sie einen Oszillator wie den MACD, um auf Divergenzenzu prüfen – wenn der Kurs dasselbe Hoch erreicht, das MACD-Momentum jedoch niedriger ist, deutet dies stark darauf hin, dass eine Trendwende bevorsteht.
-
Überverkauft/Überkauft: In Seitwärtsmärkten kann der stochastische Oszillator eine Erholung bestätigen, wenn er in einem überverkauften Bereich eine Kreuzung vollzieht.
Ziele setzen mit durchdachten Schritten
Der potenzielle Gewinn dieser Muster wird mathematisch durch die Geometrie des jeweiligen Musters bestimmt:
-
Die Regel: Die „gemessene Kursbewegung“ bzw. das Gewinnziel entspricht der Höhe des M- oder W-Musters, gemessen vom Ausbruchspunkt an der Nackenlinie.
-
Logischer Ausstieg: Häufig stimmen diese Ziele perfekt mit früheren Bereichen offensichtlicher Unterstützung oder des Widerstands im Chart überein.
Risikomanagement: Platzierung von Stop-Loss-Aufträgen
Die richtige Platzierung von Stop-Loss-Aufträgen ist entscheidend für die Aufrechterhaltung eines positiven Risiko-Ertrags-Verhältnisses:
-
Konservativer Stop: Setzen Sie den Stop-Loss ganz oben am Double-Top oder ganz unten am Double-Bottom. Wenn der Kurs dieses Niveau durchbricht, ist das Muster gescheitert.
-
Aggressiver Stop: Setzen Sie den Stop-Loss auf die Hälfte der Höhe des Musters. Dadurch ergibt sich automatisch ein Risiko-Ertrags-Verhältnis von 2:1, wenn Sie das volle Ziel der gemessenen Kursbewegung anstreben.
-
Kerzenfilter: Alternativ können Sie den Stop-Loss knapp oberhalb der impulsiven Kerze platzieren, die die Nackenlinie durchbrochen hat.
Handel im Trend: Rohstoffe und Indizes
Der Kontext beeinflusst, wie du diese Signale gewichtest:
-
Rohstoffe (Rohöl): Die Ölmärkte sind stark technisch geprägt. Ein Doppelhoch, das sich als Fortsetzung eines bestehenden Abwärtstrends bildet (in der Nähe des 50-Tage- oder 100-Tage-EMA), stellt ein Handelssignal mit hoher Wahrscheinlichkeit dar.
-
Indizes (NASDAQ 100): Seien Sie vorsichtig beim Leerverkauf wichtiger Indizes. Da diese nach Unternehmenswert gewichtet sind und langfristig in der Regel steigen, sollten Trader Doppelböden (W-Muster) als Kaufgelegenheiten priorisieren, anstatt Doppelgipfel zu shorten.
-
Zeitrahmen: Diese Muster zeigen ihre größte Wirksamkeit auf Tages- oder Wochencharts. Sie können zwar auch auf 5-Minuten-Charts angewendet werden, erfordern jedoch die Unterstützung durch wichtige Niveaus aus höheren Zeitrahmen, um zuverlässig zu sein.








.png)
.png)
.png)

.png)
.png)
.png)