Einleitung
Gleitende Durchschnitte (MAs) sind die ultimativen Werkzeuge, um Markt„rauschen“ herauszufiltern und die tatsächliche Richtung eines Trends zu erkennen. Durch die Berechnung des Durchschnittspreises eines Vermögenswerts über eine festgelegte Anzahl von Perioden glätten MAs zufällige Kursschwankungen und erleichtern so das Erkennen von Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten. In dieser Lektion wird erläutert, wie verschiedene Arten von gleitenden Durchschnitten eingesetzt werden, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem 200-MA liegt – einem Niveau, das so bedeutend ist, dass sogar automatisierte Trading-Bots darauf programmiert sind, darauf zu reagieren.
Was ist ein gleitender Durchschnitt?
Ein gleitender Durchschnitt ist eine Linie, die in einem Kurschart angezeigt wird und den Durchschnittskurs eines Wertpapiers über einen bestimmten Zeitraum darstellt. Bei einem gleitenden Durchschnitt mit 200 Perioden in einem Wochenchart werden beispielsweise die Schlusskurse der letzten 200 Wochen herangezogen, um einen einzelnen Punkt zu bilden. Wenn die Linie nach oben zeigt, befindet sich das Wertpapier in einem deutlichen Aufwärtstrend; zeigt sie nach unten, befindet es sich in einem Abwärtstrend.
SMA vs. EMA: Die Wahl der Berechnungsmethode
Es gibt verschiedene Arten von gleitenden Durchschnitten, doch zwei davon sind am weitesten verbreitet:
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Einfacher gleitender Durchschnitt (SMA): Berechnet den einfachen Durchschnitt aller Kursdaten im Betrachtungszeitraum. Er reagiert zwar etwas „verzögert“, gilt jedoch allgemein als Standard für die langfristige Analyse.
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Exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA): Gewichtet die jüngsten Kursdaten stärker. Dadurch reagiert er schneller auf aktuelle Kursänderungen, was ihn zu einem Favoriten bei Daytradern und Anlegern macht, die mit kürzeren Zeiträumen arbeiten.
Übliche Zeiträume und Fristen
Trader nutzen in der Regel bestimmte Zeiträume, die zu „sich selbst erfüllenden Prophezeiungen“ geworden sind, weil so viele Menschen sie im Auge behalten:
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Kurzfristig: 21 und 50 Perioden (zur Ermittlung des aktuellen Momentums).
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Mittelfristig: 80 und 100 Perioden.
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Langfristig: 200 Perioden (die „rote Linie“ für wichtige Trends).
Beachten Sie, dass sich ein 50-SMA auf einem Stunden-Chart (50 Stunden Daten) erheblich von einem 50-SMA auf einem Wochen-Chart (50 Wochen Daten) unterscheidet.
Handel mit dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (die 200-MA-Strategie)
Der 200-MA wird oft als Trennlinie zwischen einem Bullen- und einem Bärenmarkt angesehen.
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Das Kaufsignal: Wenn der Kurs den 200-MA nach oben durchbricht und diesen anschließend erfolgreich als Unterstützung testet. Dieser „SR-Flip“ bei einem langfristigen gleitenden Durchschnitt ist eines der stärksten bullischen Signale.
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Das Ausstiegssignal: Wenn der Kurs unter den 200-MA fällt und einen bärischen Retest durchführt.
Das Ziel ist es, so nah wie möglich am gleitenden Durchschnitt in den Markt einzusteigen, um das Risiko zu minimieren. Befindet sich der Kurs weit entfernt vom 200-MA, ist der Vermögenswert „überkauft“ und steht wahrscheinlich vor einer Korrektur.
Goldenes Kreuz und Todeskreuz: Signale für eine Trendumkehr
Das Kreuzen von kurzfristigen und langfristigen Durchschnitten liefert eindeutige Signale für eine Trendwende:
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Goldenes Kreuz: Tritt auf, wenn ein kurzfristiger gleitender Durchschnitt (wie der 50 SMA) einen langfristigen gleitenden Durchschnitt (den 200 SMA) nach oben kreuzt. Dies ist ein wichtiges bullisches Signal.
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Death Cross: Tritt auf, wenn ein kurzfristiger gleitender Durchschnitt einen langfristigen gleitenden Durchschnitt nach unten kreuzt. Dies ist ein wichtiges bärisches Signal.
Praktische Anwendung: Stop-Loss-Aufträge und Handelsplanung
Gleitende Durchschnitte fungieren als „dynamische“ Unterstützungs- und Widerstandsniveaus.
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Confluence-Unterstützung: Wenn eine horizontale Unterstützungslinie genau mit dem 200-MA übereinstimmt, haben Sie ein „besonders starkes“ Unterstützungsniveau, bei dem die Wahrscheinlichkeit einer Erholung hoch ist.
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Stop-Losses: Der 200-MA ist ein hervorragender Ort, um Ihren Stop-Loss zu „verstecken“. Indem Sie ihn knapp unterhalb des Durchschnitts platzieren, schützen Sie Ihr Kapital vor geringfügigen Schwankungen und bleiben gleichzeitig so lange im Trade, wie der langfristige Trend intakt bleibt.
Zoomen Sie vor der Platzierung eines Trades immer auf das Tages-Chart heraus, um zu sehen, wo sich die wichtigsten MAs befinden, da diese Niveaus das „Wetter“ für Ihre kurzfristigen Setups bestimmen.








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