Einleitung
Das „Buying the Breakout“ ist eine beliebte Handelsstrategie, bei der ein Trader eine Position eröffnet, sobald der Kurs einen bedeutenden Widerstandsbereich nach oben oder ein wichtiges Unterstützungsniveau nach unten durchbricht. Das klingt zwar einfach, doch viele unerfahrene Trader geraten in „Bull Traps“ oder „Fakeouts“, weil sie zum falschen Zeitpunkt einsteigen. In dieser Lektion werden drei unterschiedliche Einstiegsstrategien vorgestellt – von hochriskant bis maximal sicher – und es wird erklärt, wie Sie Ihren Ansatz an das aktuelle Marktumfeld anpassen können.
Strategie A: Einstieg beim Ausbruch
Der erste Ansatz besteht darin, zu kaufen, sobald der Kurs die Widerstandslinie durchbricht, was in der Regel dadurch bestätigt wird, dass der Kerzenkörper über dieser Linie schließt.
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Vorteile: Man erfasst die Kursbewegung bereits in ihrer frühesten Phase, was in einem „heftigen Bullenmarkt“ von Vorteil ist, in dem sich die Kurse möglicherweise so schnell bewegen, dass sie nie wieder zurückfallen.
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Nachteile: Dies ist die risikoreichste Option. Im Grunde steigen Sie mitten in einer Kursbewegung ein, und es besteht eine erhebliche Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kurs schnell wieder in das Muster zurückbewegt und Sie in einer „Fakeout“-Situation gefangen sind.
Strategie B: Beim Retest kaufen (SR-Flip)
Strategie B besteht darin, abzuwarten, bis der Kurs ausbricht und anschließend zur vorherigen Widerstandslinie zurückfällt, um diese als neue Unterstützung zu testen (ein SR-Flip).
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Vorteile: Dies ist ein deutlich sicherer Einstieg. Es liefert visuelle Anhaltspunkte dafür, dass die Käufer die bisherige Obergrenze nun als neue Untergrenze verteidigen.
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Nachteile: In extrem bullischen Märkten kehrt der Kurs möglicherweise nie zu einem Retest zurück, sodass Sie die anfängliche Gewinnbewegung verpassen.
Strategie C: Warten auf die Bestätigung eines Swing-Hochs
Dies gilt als die sicherste Einstiegsmethode. Um Strategie C anzuwenden, warten Sie auf den Ausbruch, warten Sie auf den erfolgreichen Retest der Unterstützung und steigen Sie erst dann ein, wenn der Kurs das vorherige „Swing-Hoch“ übersteigt, das durch den anfänglichen Ausbruch gebildet wurde.
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Vorteile: Sie haben eine dreifache Bestätigung – den Ausbruch, das Umschlagen der Unterstützung und die Fortsetzung der Dynamik.
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Nachteile: Das tritt nicht immer ein. Wenn der Kurs nach dem Retest das vorherige Hoch nicht durchbricht, wird kein Trade getätigt. Das schützt zwar Ihr Kapital, führt aber zu weniger Handelsmöglichkeiten.
Anpassung an die Marktbedingungen
Die Wahl zwischen A, B und C hängt weitgehend vom Marktklima ab. In einem starken Bullenmarkt kann Strategie A notwendig sein, um die Dynamik zu nutzen. In zögerlichen oder seitwärts tendierenden Märkten ist Strategie A jedoch oft eine Falle, und Strategie B oder C wird zum Überleben unerlässlich. Professionelle Trader betrachten häufig die Kursentwicklung früherer Ausbrüche in diesem spezifischen Markt, um zu entscheiden, welche Strategie derzeit von den Marktteilnehmern befolgt wird.
Die entscheidende Rolle des Volumens
Unabhängig davon, für welche Strategie Sie sich entscheiden, ist das Handelsvolumen das entscheidende Bestätigungsinstrument. Ein hohes Volumen während eines Ausbruchs deutet darauf hin, dass viele Käufer am Markt beteiligt sind, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Bewegung „Substanz“ hat und sich weiter nach oben fortsetzen wird. Umgekehrt ist ein Ausbruch bei geringem Volumen ein wichtiges Warnsignal für eine mögliche Bullenfalle. Achten Sie stets auf einen Anstieg des Volumens, um zu bestätigen, dass der Ausbruch von starkem Marktinteresse getragen wird. Üben Sie, diese Muster in Ihren Charts zu erkennen, um herauszufinden, welches Verhältnis von Risiko und Sicherheit zu Ihrem persönlichen Handelsstil passt.








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